Die Künstler

"Mein Werk vereinigt das Opernhaus in Tropfenform mit dem berühmten Böögg und dem beliebten Treffpunkt, der Limmat."

Peldon Tenzin

Gesichter die ich Zuhause gezeichnet hatte, nahm ich mit in die Schule, um allen meine Werke, auf die ich damals noch sehr stolz war, zu zeigen. Eines Tages sah meine Primarlehrerin meine Zeichnungen – darauf folgte ein Elterngespräch – später wurde ich mit anderen Auserwählten aus der Stadt speziell in diesem Gebiet gefördert. Während meiner Gymizeit, wechselte ich dann meinen Schwerpunkt von Bildnerisches Gestalten zu Biologie und Chemie nach nur einem Semester. Von da an legte ich meine Karriere als Hobby Künstlerin aufs Eis… Nun studiere ich Biomedizin an der Universität Zürich, aber ich habe seit dem ersten Lockdown im Jahr 2020 wieder angefangen meiner Leidenschaft mehr Zeit zu widmen.

"Ich interessiere mich sehr für die alltäglichen Stadtszenen, die das Leben in Zürich aufzeigen."

Gioia Trezzini

Die Kunst ist in meinem Alltag mittlerweile nicht mehr wegzudenken – ich würde sie für mich fast schon als essentiell wie Schlafen und Essen bezeichnen.  Bereits als Kind war ich eine leidenschaftliche Gestalterin. So kam es, dass ich mich entschied das Liceo Artistico, ein Italienisches Kunstgymnasium in Zürich zu absolvieren. Durch unzählige Museumsbesuche und das Ausleben meiner Kreativität lernte – und lerne ich noch immer – tagtäglich Neues dazu. Dies als Produzentin meiner eigenen Bilder, aber auch als Rezipientin. Kreativarbeit kann nicht erzwungen werden, manchmal fliesst die Inspiration und manchmal halt nicht. Der Prozess soll Spass machen und erfüllend sein, alles Andere versuche ich auszublenden und einfach im Moment zu leben.

"Das Ziel ist, dass man die Zeichnung lange anschauen kann und immer wieder neue Details entdeckt."

Mareks Moro

Die Farbe Grau existiert für mich nicht, ich seh nur schwarz oder weiss. Und trotzdem. Gelebt habe ich mein Leben lang in einer Grauzone. Russland, 1992: Ich wuchs in einem schillernden Mikrokosmos inmitten der Russischen Gesellschaft auf – der farbenfrohen Parallelwelt des Volkstheaters. Aufgezogen von meiner Grossmutter, einer ehemaligen Komponistin, schien mein Zukunftsweg als Darsteller mit dem Besuch der Theaterschule geebnet. Doch auch als mich meine leiblichen Eltern mit 13 Jahren aus Russland mitnahmen und mir dieser Weg verschlossen blieb – das Theater habe ich nie verlassen. Nur war es nun mein eigenes Leben, das zu meiner Bühne geworden war.